PSU / PSNV

Fachausschuss

 

Vorsitzender des Fachausschusses:

  • Karl-Heinz Schanzmann (Feuerwehr Herdecke)

Mitglieder des Fachausschusses:

  • Hendrik Münz (Feuerwehr Dortmund)
  • Svenja Tegeler (Feuerwehr Bad Oeynhausen)
  • Dr. Hans-Josef Voßenkaul (Feuerwehr Heinsberg)
  • Martin Walter (Feuerwehr Lüdenscheid)

Vertreter der Kirchen 

  • Ralf Radix, Evangelische Kirche
  • Ulrich Slatosch, Römisch-katholische Kirche

 

 

 


Hintergrund zum Thema PSU / PSNV

Der FA PSU/PSNV hat es sich zum Ziel gesetzt, im Hinblick auf Psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte (PSU) und Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (PSNV) an Einheitlichkeit, Qualitätssicherung und Akzeptanz zu arbeiten.

1. Die Psychosoziale Unterstützung für Einsatzkräfte ist integraler Bestandteil des Arbeits- und Gesundheitsschutzes auf der Grundlage des Arbeitsschutzgesetzes. Dabei dürfen die Schutzmaßnahmen für die ehrenamtlichen Kräfte in keiner Weise hinter denen der beruflichen Kräfte zurück stehen.

Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt in der Prävention. Die Nachsorge nach belastenden Einsätzen bzw. die Begleitung während belastender Einsätze, die anfangs im Vordergrund der PSU standen, sind im Laufe der Zeit eher in den Hintergrund gerückt. Begleitung und Nachsorge bauen auf den im Rahmen der Primärprävention erworbenen Kenntnissen der Einsatzkräfte auf und führen häufig zu einer schnellen Verarbeitung des Erlebten.Anliegen des FA PSU/PSNV ist es, den Feuerwehren zu helfen, multiprofessionelle Teams aus besonders geschulten Einsatzkräften (PSU-Helfer und PSU-Assistenten) und psychosozialen Fachkräften (z. B. Fachberater Seelsorge, Fachberater PSU) entsprechend den örtlichen Rahmenbedingungen aufzubauen.

2. Die Psychosoziale Notfallversorgung für Betroffene (Opfer, Angehörige, Augenzeugen, ...) ist Aufgabe der Kommunen bzw. der Kreise im Rahmen der Daseinsvorsorge.

Bei der PSNV ist zwischen dem "normalen" Einsatz (Tagesgeschäft, Einzelfälle) und Großschadensereignissen zu unterscheiden. Die Aufgabe der PSNV wird im Rahmen des Subsidiaritätsprinzips in der Regel durch kirchliche Vertreter wahrgenommen. Insbesondere die katholische und die evangelische Kirche halten ein Netzwerk Notfallseelsorge bereit, das bei entsprechenden Einsatzstichworten über die Leitstellen alarmiert werden kann. Teilweise stehen aber auch Teams der Notfallbegleitung oder Krisenintervention zur Verfügung, in denen neben Seelsorgern andere psychosoziale Fachkräfte und besonders geschulte Laien diese Aufgabe wahrnehmen. Nur dort, wo zeitweise oder in der aktuellen Einsatzsituation solche Systeme nicht zur Verfügung stehen, übernehmen ausnahmsweise PSU-Kräfte der Feuerwehren diese Aufgabe.

Für die PSNV bei Großschadensereignissen sind entsprechend dem Konzeptpapier "PSU bei Großschadensereignissen" der AGBF NRW und des VdF NRW Führungsstrukturen aufzubauen und PSNV-Einsatzfunktionen zu qualifizieren.