12.10.2020 10:25 Uhr

Stellungnahme des VdF NRW zum Rednerauftritt des AfD-Funktionärs Björn Höcke vor der Mitgliederversammlung des Thüringer Feuerwehrverbandes und weiten Teilen der DFV-Spitze

Der VdF NRW distanziert sich in schärfster Form davon, dass Personen mit politischen Positionen wie Björn Höcke auf Veranstaltungen von Feuerwehrverbänden ein Podium geboten wird. Die dadurch entstehenden Bilder verstören nicht nur die Feuerwehrwelt, sondern auch die politische und allgemeine Öffentlichkeit – von der medialen Wirkung zu Lasten der Feuerwehren, insbesondere in sozialen Netzwerken, ganz zu schweigen.
Eine wichtige Aufgabe von Feuerwehrverbänden besteht darin, im Sinne der Feuerwehren den Kontakt in die lokale, Landes- und Bundespolitik zu halten. Der stete Dialog mit demokratischen politischen Kräften schafft Verständnis für die Anliegen der Feuerwehren.
Diese Aufgabe der Feuerwehrverbände wird durch derartige Auftritte indes ins Gegenteil verkehrt. Hier werden die Feuerwehr und ihr guter Ruf bewusst als Kulisse zur Selbstinszenierung missbraucht. Die Feuerwehren und ihre Mitglieder, aber auch die Gesellschaft im Ganzen müssen sich auf die Professionalität und das Fingerspitzengefühl der Feuerwehrverbände verlassen können.
Wie üblich bei der Feuerwehr, ist auch die Verbandsarbeit ein gemeinschaftliches Werk. Um so schockierter ist der VdF NRW, dass die Anwesenden, derzeit höchsten amtierenden Repräsentanten des deutschen Feuerwehrwesens ihr hoffentlich vorhandenes Störgefühl weder artikuliert noch durchgesetzt haben. Haltung lebt davon, dass man sie auch offen zeigt und seinen Worten Taten folgen lässt.
Wir erwarten, dass sich solche Ereignisse nicht wiederholen.

 

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